Weser-Ems-Bus

Vom Streifen zum Bahndesign

Weser-Ems Bus wickelt den Regionalverkehr im ehemaligen Regierungsbezirk "Weser-Ems" mit zahlreichen Bussen ab - dabei sind im Laufe der Zeit immer wieder die Lackierungsmuster verändert worden. 

Bis einschließlich 1999 erhielten alle Weser-Ems Busse ein rosa Streifenkleid auf grauem Grund, ähnlich den von Streifen geprägten Designs der anderen Bahntöchter. 

Ausnahmen gab es ab 1996 bei vereinzelte Fahrzeuge, welche eine weiße Grundlackierung mit aufgklebten Moniven zum Slogan "Für Land und Leute" besaßen. 

Im Jahre 2000 wurde dieses Design grundlegend modernisiert: Die Grundfarbe war nun weiß und das so typische Logo mit dem Pfeil sowie der Slogan "Für Land und Leute" wurden großflächig auf die Seitenscheiben geklebt. Darüber hinaus erlaubte diese neue Farbgebung die Erfüllung der Vorschriften durch die Verkehrsverbünde VBN und VOS: Dementsprechend trugen die Fahrzeuge in Bremen, Oldenburg und Emden (obwohl letzteres nicht zum VBN gehört) einen roten "Kopf" und diejenigen in Osnabrück das markante "Kacheldesign" des VOS in rot. 

Die Oldenburger Version anhand von Wagen 324

Wagen 431 stellvertretend für die Osnabrücker Variante

In Bremen gab es dabei auch diese Variante mit zusätzlich rot lackierter Verkleidung über den Seitenscheiben. 

In dieser Zeit gab es als Probelack auch folgende Variante des übligen Musters in Ostfriesland: 

Außerdem gibt es einen ganz weißen Setra SG 321 UL in Emden (Wagen 202), welcher ursprünglich eine Vollwerbung für Marktkauf getragen hat und nach deren Entfernung nicht neu lackiert wurde. 

Ein blauer Weser-Ems Bus? Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt bei den Sonderlackierung von Weser-Ems Bus. Wagen 394 erhielt tatsächlich als einziges dieser blaue Nachtbusbeklebung. 

Ab 2003 entfiel dann die auffällige Seitenbeklebung, vermutlich, damit das von VBN und VOS vorgeschriebene Muster besser zum Vorschein kam. 

Wagen 342, der "Bruder" dieses Setra S 315 UL hatte zweitweise auch diese Lackierung, erhielt dann jedoch eine besondere Beklebung für den Rhodo-Sprinter (Linie S35 von Oldenburg nach Westerstede).

Gegen Ende der 2000er Jahre beschloss die Bahn, die Zugehörigkeit der Tochtergesellschaft deutlicher im Design hervorzuheben: Zuerst wurde 2007 nur ein kleiner DB-Keks schräg über dem Frontlogo eingeführt. 

2008 führte die Bahn dann wieder ein einheitliches rotes Design mit Bahnlogos ein. Alle in diesem Jahr neuangeschafften Fahrzeuge erhielten nun diese Farbgebung. Zahlreiche ältere Busse wurden seitdem umlackiert. 

Aufgrund des Vorschriften durch die Verkehrsverbünde wurde in Bremen, Oldenburg und Osnabrück größtenteils auf eine komplette Umlackierung zugunsten einer einfachen Umgestaltung der Logos verzichtet. 

Es sind allerdings auch einige Fahrzeuge, welche dieses Schema trugen, nachträglich errötet, zum Beispiel Wagen 276, hier noch in weiß/rot: 

Eine Sonderform stellte einige Zeit lang der Wagen 383 dar, der zwar bereits rot lackiert ist, aber als letzter Neuzugang in seinem Beschaffungsjahr 2008 die alten Logos trug. Mittlerweile wurde aber auch er dem neuen Design angepasst. 

Ebenfalls ein Einzelstück ist diese Sonderbeklebung, die anlässlich des 20jährigen Jubiläums von Weser-Ems Bus im August 2008 von einer Friedrichsfehner Grundschule entworfen worden war.